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Pinke Schals, starke Zeichen: Brustkrebsmonat wird am Klinikum Herford sichtbar
Zum dritten Mal werden die Kreiskliniken Herford-Bünde im Oktober zur „Pinken Allee“ – mit Schals, Sorgenwürmern und einem wichtigen Anliegen: Brustkrebs sichtbar machen und zur Vorsorge ermutigen
Wenn im Oktober die Bäume rund um das Klinikum Herford wieder ihre pinken Schals tragen, ist das mehr als ein farbenfroher Blickfang: Die „Pinke Allee“ macht auf eine Erkrankung aufmerksam, die viele Menschen betrifft – und erinnert daran, wie wichtig Vorsorge, Früherkennung, Forschung und eine gute Behandlung sind.
Bereits zum dritten Mal beteiligen sich die Kreiskliniken Herford-Bünde (KKHB) an der Aktion #pinkealleen und setzen damit gemeinsam mit der Initiatorin Sabine Mirbach aus Bad Salzuflen ein sichtbares Zeichen im Brustkrebsmonat Oktober.
Seit nunmehr 41 Jahren steht der Oktober weltweit im Zeichen des Brustkrebses. Mit Aktionen wie #pinkealleen und #deroktoberistpink soll die Erkrankung aus der Unsichtbarkeit geholt und das öffentliche Bewusstsein für Vorbeugung, Erforschung und Behandlung gestärkt werden.
Sabine Mirbach, selbst von Brustkrebs betroffen, engagiert sich seit 2019 für die Aktion #deroktoberistpink. Was in Lippe begann, ist inzwischen weit über die Region hinausgewachsen. Die Idee dahinter ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Pink soll dort sichtbar werden, wo Menschen unterwegs sind – und zum Nachdenken, Informieren und Vorsorgen anregen.
„Die pinken Schals sind ein sichtbares Zeichen dafür, dass Brustkrebs jeden betreffen kann und dass wir über die Erkrankung sprechen müssen“, sagt Sabine Mirbach. „Mir ist besonders wichtig, dass aus Aufmerksamkeit auch Handlung entsteht – denn Früherkennung kann Leben retten.“
Viele Hände, ein gemeinsames Zeichen
Hinter der Pinken Allee steckt viel ehrenamtliches Engagement. Die Schals werden von zahlreichen fleißigen Händen gefertigt und anschließend an den Bäumen angebracht. Und auch in Sachen Nachhaltigkeit ist die Aktion gut durchdacht: Im November werden die Schals wieder abgenommen, gereinigt und für das nächste Jahr eingelagert. Selbst die verwendeten Kabelbinder sind so gewählt, dass sie wieder geöffnet und erneut verwendet werden können.
Seit 2024 gehört außerdem ein weiterer Bestandteil zur Aktion: die pinken Sorgenwürmer. Die kleinen gehäkelten Mutmacher werden im Oktober an die Brustzentren der Region verteilt und können dort an Patientinnen und Patienten verschenkt werden.
„Manchmal braucht es gar nicht viel – etwas, das man in der Hand halten und festhalten kann“, sagt Dorothé Düpont, Sektionsleiterin des Brustzentrums am Klinikum Herford. „Die Sorgenwürmer sind kleine Begleiter in einer Zeit, die für viele Betroffene mit Sorgen, Unsicherheit und Ängsten verbunden ist. Und manchmal zaubern sie einfach ein Lächeln ins Gesicht.“
Auch die Sorgenwürmer entstehen in liebevoller Handarbeit. Damit die kleinen Begleiter zu den Patientinnen und Patienten gelangen können, engagieren sich zahlreiche Menschen ehrenamtlich und häkeln die bunten Würmer.
Wissen hilft: Vortrag zu Brustkrebs und Polyneuropathie
Neben der sichtbaren Aktion im Oktober setzen die KKHB gemeinsam mit der Krebsberatungsstelle des Kreises Herford auch auf Information und Austausch.
Am 13. Oktober um 17 Uhr findet in den Konferenzräumen I+II des Klinikums ein Vortrag zum Thema „Brustkrebs und Polyneuropathie“ statt.
Die Sektionsleitungen des Brustzentrums, Dorothé Düpont und Daria Gordienko, Chefärztin Dr. med. Dominique Moise (Klinik für Frauenheilkunde), Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Julian Topaly (Klinik für Hämatologie und Onkologie), Chefarzt Prof. Dr. med. Matthias Sitzer (Klinik für Neurologie) sowie der Leiter der Zentralen Therapeutischen Abteilung, David Sieglin, informieren über aktuelle diagnostische und therapeutische Möglichkeiten bei Brustkrebs. Darüber hinaus geht es um das Thema Polyneuropathie – eine mögliche Begleiterscheinung einer Krebserkrankung beziehungsweise ihrer Behandlung – und darum, welche Beschwerden auftreten können und welche Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie zur Verfügung stehen.
Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen nimmt die Krebsberatungsstelle gern entgegen: Telefon: 05223 6530-390, E-Mail: krebsberatungsstelle@kreis-herford.de.
Mit der Pinken Allee, den Sorgenwürmern und dem Informationsabend setzen die KKHB auch in diesem Jahr gemeinsam mit vielen engagierten Menschen ein Zeichen: Brustkrebs soll sichtbar sein, damit Wissen wächst, Vorsorge ernst genommen wird und Betroffene wissen, dass sie nicht allein sind.
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