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Seit über 25 Jahren navigierte Endoprothetik am Lukas-Krankenhaus

Bereits seit mehr als 25 Jahren wird in der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie der Kreiskliniken Herford-Bünde am Standort Lukas-Krankenhaus ein computergestütztes Navigationssystem bei der Implantation von künstlichen Gelenken eingesetzt.

Im Dezember 1998 wurde dort erstmals ein künstliches Kniegelenk mithilfe des sogenannten Orthopilot-Systems implantiert. Die Klinik gehörte damit zu den frühen Anwendern dieser Technik.

Der Orthopilot unterstützt die Operateure während des Eingriffs bei der präzisen Ausrichtung der Implantate. Das System arbeitet ohne Röntgenstrahlen und wird direkt während der Operation eingesetzt. Über Infrarotstrahlen, Reflektoren an den Extremitäten und eine Stereokamera wird die individuelle Beinachse erfasst. Die weiteren Operationsschritte erfolgen navigationsgestützt. Studien belegen, dass sich dadurch die Genauigkeit der Implantation verbessern lässt.

Seit 2001 kommt das Navigationssystem in Bünde nicht nur bei Knieendoprothesen, sondern auch bei Hüftendoprothesen sowie bei Korrekturoperationen von X- und O-Beinen zum Einsatz. Die Methode ist seit vielen Jahren fester Bestandteil des operativen Spektrums der Klinik.

Die Anzahl der Eingriffe verdeutlicht die Erfahrung der Operateure am Lukas-Krankenhaus: Im Jahr 2025 wurden hier 840 elektive Knie- und Hüftendoprothesen implantiert. Hinzu kommen etwa 110 Hüftendoprothesen bei medialen Schenkelhalsfrakturen sowie rund 120 Wechseloperationen. Außerdem wurden 40 Endoprothesen der Schulter und acht an anderen Gelenken (Ellenbogen und Daumensattelgelenk) eingesetzt.

„Die navigierte Endoprothetik ist seit vielen Jahren ein zentraler Baustein unserer operativen Qualitätssicherung“, betonen die beiden Chefärzte der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Handchirurgie, Dr. med. Ulf Schmerwitz und Dr. med. Michael Menges. „Die hohe Präzision bei der Implantatausrichtung trägt maßgeblich zu einer verbesserten Funktion und Langlebigkeit der Endoprothesen bei. Unsere langjährige Erfahrung mit dieser Technologie kommt damit unmittelbar unseren Patientinnen und Patienten zugute.“