Urologie der KKHB setzt im Hodenkrebsmonat auf ungewöhnlichen Eier-Vergleich
Aktion soll zur Selbstuntersuchung motivieren
Im April, dem internationalen Monat zur Aufklärung über Hodenkrebs, geht die Universitätsklinik für Urologie der Kreiskliniken Herford-Bünde (KKHB) neue Wege in der Gesundheitskommunikation: Mit der Kampagne „(Ei)ns passt nicht“ will das Team gezielt junge Männer für die Bedeutung der Früherkennung sensibilisieren.
Im Mittelpunkt der Aktion steht ein bewusst irritierendes Bild: Ein Eierkarton, in dem eines der Eier deutlich „anders“ aussieht. Die Frage dazu ist einfach – und wirkt nach: „Würdest du das ignorieren?“
„Im Alltag erkennen wir Abweichungen sofort – ob im Supermarkt oder anderswo. Am eigenen Körper hingegen schauen viele zu selten genau hin“, erklärt Klinikdirektor Professor Christian Meyer. „Mit unserer Aktion wollen wir diesen Widerspruch sichtbar machen und dazu ermutigen, den eigenen Körper ernst zu nehmen.“
Hodenkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei jungen Männern zwischen 15 und 45 Jahren. Dabei sind die Heilungschancen bei frühzeitiger Diagnose sehr hoch. Dennoch wird die Erkrankung oft erst spät erkannt – nicht zuletzt, weil Vorsorge und Selbstuntersuchung noch immer mit Unsicherheit oder Scham verbunden sind.
Die Kampagne der Urologie setzt bewusst auf eine Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit. Neben Social-Media-Beiträgen wird im Klinikbereich eine Installation in Form eines „Eierregals“ aufgebaut, die Besucherinnen und Besucher zum Nachdenken anregen soll. Ergänzend dazu werden Informationskarten ausgelegt, die niedrigschwellig über das Thema aufklären.
„Wir wollen das Thema aus der Tabuzone holen“, so Christian Meyer weiter. „Wenn ein ungewöhnliches Ei sofort unsere Aufmerksamkeit bekommt, sollte das auch für Veränderungen am eigenen Körper gelten. Früherkennung kann Leben retten – und sie beginnt mit einem einfachen Blick und einem kurzen Check.“
Die Universitätsklinik für Urologie der KKHB lädt dazu ein, sich im April aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen – und im Zweifel lieber einmal mehr hinzuschauen.
Die Selbstuntersuchung der Hoden sollte idealerweise nach einer warmen Dusche durchgeführt werden. Zunächst wird jeder Hoden einzeln vorsichtig abgetastet, indem er mit beiden Händen zwischen Daumen und Fingern sanft gerollt wird. Anschließend werden auch die Nebenhoden mit untersucht, um sie von möglichen Knoten unterscheiden zu können. Ergänzend empfiehlt sich eine Kontrolle vor dem Spiegel, um sichtbare Veränderungen wie Schwellungen festzustellen.
Dabei sollte besonders auf mögliche Warnzeichen geachtet werden. Dazu zählen Schmerzen im Hoden-, Leisten- oder Brustbereich, ein hartes, knotiges oder unebenes Gefühl des Hodens, eine Vergrößerung oder Schwellung sowie ein Schweregefühl oder Ziehen im Hoden.
Aktuelle Termine
Initialpflegekurse
In unseren Initialpflegekursen möchten wir Sie befähigen, Pflegetechniken zu erlernen und selbst durchzuführen.
Letzte-Hilfe-Kurs
In einem Letzte-Hilfe-Kurs geht es darum, einen geliebten Menschen in seiner letzten Lebensphase zu begleiten.
Wochenendkurs Kompakt – Geburtsvorbereitung für Paare
In diesem Wochenendkurs möchten wir Ihnen Möglichkeiten aufzeigen, Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett als Paar aktiv und verantwortungsvoll mitzugestalten. ...