HeroSta – Die Herforder Ausbildungsstation: Gemeinsam lernen, gemeinsam wachsen
Mit der neuen Ausbildungsstation HeroSta geht die Universitätsklinik für Urologie der Kreiskliniken Herford-Bünde einen wegweisenden Schritt in der modernen Ausbildungs- und Versorgungskultur.
Die Station verbindet Lernen, Lehren und Patientenversorgung in einem Konzept, das bundesweit Maßstäbe setzt. Pflege-Auszubildende, Medizinstudierende und erfahrenes Fachpersonal arbeiten hier täglich Seite an Seite – zum Wohl der Patientinnen und Patienten und zum Vorteil aller Beteiligten.
Ein Ort, an dem Ausbildung lebendig wird
Die HeroSta ist als „Station in der Station“ in die urologische Versorgung integriert. Hier übernehmen Auszubildende der Pflege und Medizinstudierende – begleitet durch Fachpersonal – eine zentrale Rolle. Bis zu sechs Patientinnen und Patienten werden von ihnen eigenständig betreut, selbstverständlich immer unter professioneller Supervision.
Dieses Konzept stärkt die Handlungskompetenz der angehenden Pflegefachkräfte und zukünftigen Ärzte und fördert eine neue Form der interprofessionellen Zusammenarbeit. Was in skandinavischen Ländern oder den USA längst etabliert ist, hält nun auch in Herford Einzug – und zeigt bereits nach kurzer Zeit eindrucksvolle Wirkung.
Ein Team, das voneinander lernt
Das Besondere an der HeroSta ist die enge Verzahnung verschiedener Berufsgruppen.
Zum Team gehören:
- Auszubildende der Pflege im letzten Ausbildungsdrittel
- Examiniertes Pflegepersonal mit Qualifikation als Praxisanleitende
- Medizinstudierende im Praktischen Jahr oder im Blockpraktikum
Durch diese Mischung entsteht ein lebendiges Lernumfeld, das Theorie und Praxis auf ideale Weise verbindet. Die Auszubildenden übernehmen Verantwortung, treffen Entscheidungen, planen ihre Dienste selbstständig und reflektieren wöchentlich gemeinsam mit dem Team ihre Erfahrungen.
Praxisanleiterin Katharina Stöver bringt es auf den Punkt: „Es ist schön zu sehen, wie schnell sich die Auszubildenden weiterentwickeln, wenn sie in diesem Setting arbeiten.“
Selbstständigkeit fördern, Verantwortung übernehmen
Mit Unterstützung ihrer Praxisanleitenden organisieren die Auszubildenden ihren Stationsalltag Schritt für Schritt selbst. Was zunächst neu und ungewohnt war, wird hier zur Selbstverständlichkeit. Ausbildungskoordinator Patrick Büttner betont, wie wichtig dabei eine offene Kommunikation und eine positive Fehlerkultur sind: „Die HeroSta schafft ein Umfeld, in dem Ausprobieren erlaubt ist und Lernen sichtbar gelingt“.
Von allen Seiten gut aufgenommen
Auch bei den Patientinnen und Patienten findet der neue Ansatz große Zustimmung. Sie profitieren von einer intensiven und individuellen Betreuung durch ein motiviertes Team, das mit spürbarem Engagement arbeitet.
Professor Christian Meyer, Direktor der Universitätsklinik für Urologie, sieht in der HeroSta ein starkes Signal für die Zukunft: „Wir schaffen hier einen Raum für interprofessionelles Lernen. Das ist ein Gewinn für die Ausbildung, für die Patientenversorgung und letztlich für die gesamten Kreiskliniken. Die HeroSta ist nicht nur ein neues Ausbildungskonzept, sie ist ein Baustein für die Weiterentwicklung der gesamten Klinik“.
Ein eigenes Logo, grüne Farbe an den Wänden und ein eigenes Aufenthaltszimmer unterstreichen den besonderen Charakter der Station. Ab dem kommenden Jahr soll das Projekt zudem wissenschaftlich begleitet werden, um die Erfahrungen weiter auszubauen und Erkenntnisse für andere Bereiche der Kreiskliniken zu gewinnen.
Bereits jetzt zeigt sich: Die HeroSta ist ein Leuchtturmprojekt für die Region und darüber hinaus. Sie stärkt die Attraktivität der Pflegeausbildung, fördert die Zusammenarbeit zwischen den Berufsgruppen und setzt ein deutliches Zeichen für die Qualität der Patientenversorgung.
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